elton john & his swiss fan club

we are so thankful while you're in the world

Paris, Stuttgart und Zürich, 2005

Paris, 24.05.2005

Konzert-Bericht und Fotos von Marcel Zürcher

Was bewegt zwei Schweizer Hardcore-Fans dazu, für zwei Tage nach Paris an ein Konzert des Meisters und seiner Band zu reisen? Vielleicht der schönen Stadt wegen? Oder einfach, um die eigenen Sprachkenntnisse aufzufrischen? Nichts dergleichen! Man kann's begründen - unter anderem damit, dass ein bisher-noch-nicht-so-grosser-Elton-Fan namens René mitgekommen ist. Und die Atmosphäre in einer anderen Konzerthalle mitzuerleben, ist ein weiterer Aspekt.

Anreise
Diese ging am Dienstagmorgen um 8:00 Uhr mit vollbepacktem Mai-Bummel-Rucksack in Bern los, der TGV hat uns freundlicherweise mitgenommen. Zuvor kauften wir die Migros-Sandwich-Zentrale im Hauptbahnhof leer. Daniel war mit Discman ausgerüstet - und als ob diese Tatsache alleine nicht schon tosenden Applaus verdient hätte, kam die Debut-CD von James Blunt obendrein auch noch mit. James trat im Dezember 2004 als Voract von Elton John in London auf und erntete grossen Beifall. Er überzeugt mit seiner ehrlichen Musik. Der TGV führte uns unter anderem durch Franne - wer kennt's nicht? Das Hotel Palym in Paris liegt nahe am Gare de Lyon, und obwohl wir zuerst die falsche Richtung einschlugen, konnte die Residenz rechtzeitig ausfindig gemacht werden. Nach Erkundung des Zimmers Nr. 31 - Gott sei Dank waren die nummeriert - und deponieren unserer Güter ging die Mc Donald's-Suche los, denn schliesslich knurrten unsere Mägen. Im Restaurant angekommen, erwischten wir tatsächlich noch einen Happen, der genüsslich verdrückt eh verspiesen wurde. Danach fragte sich unsereins, was denn bis am Abend noch alles angestellt werden könnte. Wir beschränkten uns auf einen Trunk im cafécrème und anschliessend im Café Bercy.

Vor dem Stadion
Das Stadion wurde von aussen ausgiebig bestaunt - vor allem die mit Rasen bepflanzten Schrägwände rundherum, die für einige Abenteurer als Kletterwände dienten. Alle kamen sie wieder heil am Boden an. Immer noch 90 Minuten verblieben bis Show-Beginn. Nun konnten die reservierten Rocket-Tickets, die wir via eltonjohn.com reserviert hatten, abgeholt werden. Das beige-farbene Käppi für Gaby konnte ich mir nur Minuten später beim Fanshop ergattern. Eine freundlich lächelnde Platz-Anweiserin führte uns in die Mitte der 13. Reihe direkt vor der Bühne - das waren sensationelle Aussichten! Die Dame bat - stets freundlich lächelnd - nach einem Tipp,  wobei das bei uns bestens bekannte Trinkgeld gemeint war. All unser Hab und Gut haben wir dann doch nicht hergegeben, die Wartezeit sollte schliesslich mit Sandwiches bereichert werden. Diese waren jedoch nicht sehr genüsslich. Plötzlich sprang Daniel auf - nein, Sir Elton war noch nicht auf der Bühne – er vermisste sein SBB-Retour-Ticket. Bei der Security wurde das während dem Sandwich-kauf im Stich gelassene Billet abgegeben und dem ehrlichen Verlierer zurückgegeben. Daniel konnte das Konzert nun in aller Ruhe geniessen, auch die Sandwiches waren so schnell vergessen.

Das Konzert
Die Show begann mysteriös, die Bühne erleuchtete in allen Farben und die Band spielte langsam ein Instrumental ein, welches in Bennie and the Jets überging. Ein toller Start - auch mit brandneuer LED-Leinwand hinter der Bühne, welche farbig-flimmernd die Worte Elton und Bennie abwechslungsweise zum Besten gab. Wir wussten denn auch, dass die Setlist höchstwahrscheinlich einen ganz anderen Verlauf als in Amerika nehmen wird - und das tat sie auch. Highlights waren bereits zu Beginn das hammermässige Finale von Take me to the Pilot, der ausgiebige Rocket Man-Epos, welcher gut 15 Minuten dauerte. Elton buchstabierte sogar das berühmte r-o-c-k-e-t-m-a-n. Sacrifice war eine schöne Überraschung - der Song wurde diesmal wieder von der Band begleitet. Im Anschluss kündigte Elton einen brandneuen Song an, sagte, er sei sehr stolz auf den grossen Erfolg von Billy Elliot in London und lieferte seine Konzert-Version von Electricity - traumhaft! Die Light-Show, welche bis zu den ersten fünf Zuschauerreihen hinausragte, überzeugte während dem ganzen Funeral for a friend / Love lies bleeding am meisten. Genial die Wahl von Elton John, den Song in der Mitte anzusetzen. Nun kamen die acht SängerInnen der Voice of Atlanta hinzu und rockten mit Are you ready for Love und Philadelphia Freedom weiter. Schade nur, dass das Publikum etwas zurückhaltend war und zu den Songs auf den Sitzen weilte. Wenigstens gab's praktisch nach jedem Song Standing Ovations. Porch swing in Tupelo erzeugte Gänsehaut-Feeling. Elton lieferte die Ansage auf Französisch und erwähnte am Schluss 'Börni Topää' (Bernie Taupin, seinen Texter). They call her the Cat kam bei den Zuhörern sehr gut an, Elton meinte vor Beginn "It's about a sex-change", schaute die Band an, sagte "pas moi!", lachte und fetzte los. Sad Songs say so much ertönte in der schnelleren Version, das Intro wurde zweimal gespielt. Direkt nach Don't let the Sun go down on me, welches lustigerweise mit Lion-King-Szenen untermalt wurde, stürzten sich einige, inklusive Daniel und mir, vor die Bühne, um das Grande Finale anzuheizen. Eine sensationelle Stimmung, alle warfen während der I‘m still standing, yeah, yeah, yeah-Passagen ihre Arme nach oben. Die Band war in bester Spiellaune, Elton John präsentierte sich bei The Bitch Is Back stehend auf dem Hocker und riss die Menge auf den Rängen auch mit. Frenetischer Jubel wiederum, als er vor der zweiten Strophe genüsslich auf den Flügel liegt, die LED-Wand dazu einen riesigen Frauen-Schmollmund präsentiert, er bei der Landung die Hände auf den Flügel legt und die Beine in die Luft schwingt. Während einer fleissigen Autogrammstunde rief ihm Daniel lauthals You are my Electricity zu - er hat's gehört! Viel zu schnell war eine weitere, hoch qualitative Rock-Show zu Ende - die Vorfreude aufs nächste Konzert ist schon wieder gross. Auch René war von der Qualität des Konzerts überrascht, tritt jedoch dem Fanclub (noch) nicht bei.

Durstlöscher
Vor dem Stadion standen zwei weisse Limousinen bereit - waren da etwa der Meister - oder gar U2 - drin? Ein Arm winkte aus dem Fenster - sah nach Daveys Handgelenk aus. In der Nähe unserer Mietwohnung für eine Nacht wollte der Durst gelöscht sein, doch als wir den Gare de Lyon durchquert, respektive abmarschiert hatten, standen wir wieder vor dem Bercy-Stadion. So kann's gehen, die Taverne de Maître Kanter war danach aber ratzefatz gefunden. Ein Bier für jeden als Freshmaker! Bei der Bastille suchten wir das Irish Pub auf, wo wir bis halb zwei vor uns hin philosophierten Plötzlich stand ein junger Mann an unserem Tisch, der ohne grosse Ankündigung Renés Bier kostete - wir liessen ihn kosten. Er ging kommentarlos weiter. Nachdem wir uns zu Fuss Richtung Hotel begaben, machte sich bei uns allen ein gewisser Druck bemerkbar. Die öffentlichen Entleerungs-Baracken waren zu dieser Zeit bereits geschlossen, die Geschäfte mussten somit kurzfristig aufs Hotel-Zimmer vertagt werden. Am nächsten Morgen wurden das Lafayette-Einkaufszentrum durchstöbert, das danebenstehende Opern-Gebäude bewundert und anschliessend die Habseligkeiten gepackt, bevor's zur Mittagszeit wieder Richtung Wasteland oder besser gesagt Switzerland .. ging.
Unterwegs entstand, mit freundlicher Unterstützung von Daniel Würsch und René Fischer, dieser Reise-Bericht, den du gerade gelesen hast!
Danke eltonjohn.com für die hervorragenden Rocket-Tickets, ohne die wir diese Reise gar nicht unternommen hätten!
Und noch etwas in eigener Sache: Das Konzertdatum birgt beinahe etwas Ironie in sich, denn am 27. und 28. Mai 1995 ging in Zürich ein Made in England-Doppel-Konzert über die Bühne, wo ich leider den Vorverkauf und somit die beiden Shows verpasst hatte. Zu dieser Zeit war ich frisch verliebt in Elton John ... 's Musik ... - und hätte ich die Konzerte miterlebt, wären es in den 10 Jahren meines Fanseins 10 Live-Konzerte gewesen. Nun denn, 8 tun's auch, und an meinem Ego wird's sicher auch nicht nagen! :-)
 
Setlist Paris:
Bennie and the jets
Daniel
Turn the lights out when you leave
Take me to the pilot
Rocket man
I Guess that's why they call it the blues
Sacrifice
Electricity
Sorry seems to be the hardest word
Funeral for a friend / love lies bleeding
Are you ready for love
Philadelphia freedom
All that i'm allowed (i'm thankful)
Porch swing in tupelo
They call her the cat
Band introduction
Sad Songs (say so much)
Levon
Don't let the sun go down on me
I'm still standing
The bitch is back
Saturday night's alright for fighting
Candle in the wind
Your song


Stuttgart, 08.12.2005
Konzert-Bericht von Bruno Kohli / Fotos von Gaby Bosse und Bruno Kohli

Bereits 2004 mussten wir die Tickets für den 8. und 9. Dezember 2005 (Stuttgart und Mannheim) besorgen. Gaby, Marie-Josée, Peter und ich wollten dabei sein. Anfangs Oktober buchte ich auch noch den Zug und die Hotels - somit waren wir vier bereit. Am 6. Dezember kam dann die Horrormeldung, dass Elton 2 Konzerte in Deutschland abgesagt habe - eines davon betraf uns: 9. Dezember Mannheim. Als Gründe wurden Krankheit, logistische Probleme oder Hochzeitsstress genannt. In aller Eile versuchte ich die mitkommenden Personen zu orientieren (Peter war zu dieser Zeit in Dubai, ferienhalber). Am 7. Dezember wurde folglich noch eifrig diskutiert (mailmässig), was wir tun wollten, ob bleiben oder umbuchen / stornieren /... ??

Stuttgart - vor dem Konzert
Am 8. trafen wir uns dann ab 10:30 Uhr auf dem HB - die Zugsabfahrt war auf 11:14 vorgesehen, Ziel Stuttgart. Da Gaby an diesem Tag ihr Diplom erhalten hatte (und auch sonst alles glücklich gelaufen war) überraschte sie uns mit Chlöpfmoscht und Pommes-Chips im Zug. Der Zug war übervoll mit Leuten - ohne entsprechende Platzreservationen wären wir aufgeschmissen gewesen (aber dafür wurde ja vorgesorgt). Problemlos erreichten wir mit etwas Verspätung Stuttgart, wo wir von einem lieben, langjährigen Freund Günter Weiser empfangen wurden. Nachdem wir die Schliessfächer vollgepackt hatten führte er uns durch den X-Mas-Markt (der nahe dem Gelände, wo EJ damals am 1. Juli spielte, stattfand), an der legendären Markthalle vorbei (das duftet ja dort ...), zurück zum WOM und Media-Markt. Das Wetter war nieselig, kalt und trüb. Die Frauen blieben am X-Mas-Markt und Wiget und ich wollten CDs ergattern. Schon bald machten wir uns mit dem Taxi auf nach Bad Canstatt, wo unser Hotel lag. Günter wollte noch weitere Leute treffen - so machten wir abends bei der Halle wieder ab. die Zimmer im 4****-Hotel waren tipp topp, alles vorhanden. Wir hatten Nr. 327 und 328, welche sogar mit einer Zwischentüre verbunden waren. Beim Einchecken bestellten wir gleich ein Taxi, welches uns zur Schleyerhalle fahren sollte (17:30). Schon vorher sassen wir in der Hotelhalle und warteten, als plötzlich ein schwarzer Mann vis-a-vis von mir Platz nahm. als ich dann einen Elton-Ausweis an seinem Hals sah, fragte ich ihn, woher er komme? Atlanta! Ich dachte‚ kommt der so weit für ein EJ-Konzert? Aber im Gespräch wurde dann klar, dass er ein Teil des Elton John-Chores Voice of Atlanta war, und er heute Abend auftreten würde. Sein Name: Charles. Terence und Adam waren die weiteren Mitglieder, die wir kennen lernten. Sie freuten sich sehr über unsere T-Shirts und bekundeten Interesse an einem. Wir fanden es natürlich riesig interessant, jemanden aus Elton's Nähe kennengelernt zu haben.

Konzert
Aber wir mussten nun los, das Taxi kam. Bereits um 17:45 waren wir bei der Halle, welche um 18:30 öffnen sollte. Wir hatten alle nicht viel angezogen und beschäftigten uns mit ‚Nordic Walking’, was heisst, dass wir schnell ein paar Meter hin- und wieder zurückgelaufen waren (so hatten wir warm). Ein Restaurant war nicht in Sicht, bis uns ein rapmässiger Junge sagte, ca. 500 m von hier wäre eines. Sodann beschleunigten wir unseren Nordic walk und kamen wirklich in einem Restaurant an. Selbstbedienung vom Buffet (Fleisch, Spätzle, Gemüse, Paella) für EUR 5.80 .. ! Und wir hatten warm! Danach im Eilschritt zurück zur Halle. Günter war auch schon da, mit einem Cüpli in der Hand wurden wir begrüsst - er stellte uns auch gleich seine Kollegen vor, die mit ihm mitkamen. Dann trafen wir Jasmine (diejenige, die an allen Konzerten, Fernsehauftritten etc . . . immer vorne mit dabei war und einem zu Tode reden kann ...) und erfreulicherweise auch Christiane (Heimbecher). Das war natürlich ein Highlight (Stephan musste anscheinend Amy hüten zuhause). Und weiter ging's zum T-Shirt-Stand: Mann o Mann, was da alles auf uns wartete. Die Preise waren allerdings recht hoch (EUR 30 fürs T-Shirt). 2 Programme musste ich kaufen (eines für meinen Freund Peter Kraus). 2 Shirts wurden's auch (sogar eines mit dem Motiv von 2004 drauf, wo EJ die Arme in die Höhe hält ... in London kam es mir ja abhanden, aber JETZT hatte ich auch eines). Um 19:30 sollte das Konzert beginnen. Die Plätze im Block H waren gut, Luftlinie ca. 20 m zur Bühne. Die Halle war eher schlecht gefüllt, bis ganz kurz vor Beginn mit Funeral for a Friend. Es herrschte ein reges Geläufe im Mittelgang. Die Show begann einmal mehr sehr laut - meine Ohrstöpsel hatte ich leider im Hotel gelassen, aber Peter half mir mit Papiertaschentuch aus - so war der Abend gerettet. Elton begann gut, allerdings mit altbekannten Songs - dazwischen ein paar Raritäten (ich will hier nicht alles verraten) und letztendlich die Kracher. Seine Stimme überzeugte und wir merkten nix von Krankheit. Die Lichtshow ist ganz genial und They call her the Cat kam sehr gut rüber - da freue ich mich schon wieder auf Zürich. Nach Sad Songs gingen Gaby, Marie-Josée und Peter nach vorne (Christiane gab den Tipp) - zunächst wurden sie abgewiesen, aber plötzlich strömte die Masse. Elton genoss es sichtlich. Nach 2 Std 20 war Schluss - ein tolles Konzert! Wir trafen noch weitere Fans, die wir kannten und die wohl auch in Zürich im Kampf um Reihe 1 dabei sein werden. Jasmine gaben draussen nochmals ihren Kommentar ab, während wir uns noch mit Tasse und Jogging-Jacke eindeckten. (Marie-J. kaufte schon vor dem Konzert ein tolles Saturday Night's-Jeansjäggli - wow ..., aber EUR 130.). Mal sehen, was uns in Zürich erwartet.

After-Konzert-Party
Mit dem Taxi ging’s zurück ins Hotel (23 Uhr); eigentlich hätten wir gerne noch was Klitzekleines gegessen, aber ausser zu trinken gab es nix mehr. Die Frauen und Peter räumten dafür die Orangen-Apfel-Dekoration des Hotels ab - ich blieb lieber beim Bier allein. Um die Bar sassen ein paar Schweizer Fans, welche es lustig hatten. Marie-J. ging immer mal raus und schaute nach, ob wieder jemand vom Chor dabei war. Und es war. Nicht lange und wir gesellten uns zur Gruppe (es waren Liechtensteiner, nicht Schweizer). Adam & Co. erkannten uns wieder - und so sassen wir zwischen all den Künstlern. Die Frauen waren allesamt Schwergewichte aber meganett - und unser Englisch kam gut bei ihnen an - angeregte Gespräche. Wir erfuhren, dass ein Liechtensteiner für seine Frau das EJ-Konzert zum Geburtstag organisiert hatte. Punkt 24 Uhr und 1 Sekunde wurde sie 53 (darf an dieser Stelle schon gesagt werden, sie sah eh' jünger aus ...) und auf Wunsch sang der ganz Chor Happy Birthday - das klang ja soooooo schön - es war eindrücklich wie ‚easy' die Leute das konnten. Es folgten noch 2 weitere Songs und wir hatten eine Megastimmung - keiner wollte zu Bett gehen. Wir erfuhren, dass Elton ein ‚Nice guy' sei, wissen endlich, warum Nigel Kopfhörer trägt usw. - Marie-J. tauschte ihr swiss fanclub-T-Shirt gegen ein Voice of Atlanta-Shirt. Gaby hatte eine Visitenkarte von Adam erhalten - es wurde abgemacht, dass sie ihn in Zürich verlangen werde und wir ihnen t-Shirts und Schokolade mitbringen würden. Wir waren alle ganz aus dem Häuschen. Gegen 2:30 Uhr war es dann doch soweit - wir küssten uns alle und verabschiedeten uns ‚See you tomorrow’.

Goodbye Stuttgart
Beim Frühstück sahen wir uns wirklich alle wieder - die Voice-of-Atlanta-Truppe (die Namen sind übrigens alle im Programm und auf der Peachtree Road-CD vermerkt) grüsste freundlich, sah aber sehr müde aus (sie seien erst um 5 Uhr zu Bett gegangen). Auch Liechtenstein war bei Frühstück - schon bald verabschiedeten sich diese auch, denn sie mussten zurück in die Velohandlung (es war übrigens so, dass wir noch gemeinsame Bekannte haben ..., witzig, die Welt ist klein). Nach einem Riesen-Goodbye ,See you in Zurich!‘ verabschiedeten wir uns. Günter telefonierte ich noch kurz, denn er hatte extra für mich frei genommen und wollte uns heute nochmals sehen, aber wir waren schon relativ spät dran und wollten auch bald Richtung Mannheim weiterfahren, sodass sich ein Treffen nicht mehr gelohnt hätte. Zudem fuhren wir mit dem Zug 2 Stationen in die falsche Richtung, mussten dann 20 Min. auf den nächsten Zug warten, bis wir wieder im Stuttgarter HB waren. Schliessfachdepot - Besuch Media Markt - Kioskbesuch von Kohli und spurt mit Kaffee und Koffer in und an der Hand auf den 13:51 Zug Richtung Mannheim. Der ICE war ja so voll, dass wir bis fast zur Lok nach vorne mussten und in der letzten Sekunde doch noch einsteigen konnten. Im Gang machten wir es uns für die halbe Stunde gemütlich, sassen auf dem Boden, standen herum und hofften einfach, dass der Zug bei 244 km/h keine Vollbremsung machen müsste (sonst: Flugwetter ...).

Hallo Mannheim 9. Dezember
Das Hotel war ca. 200 m vom HB entfernt. Auch in diesem 3***-Hotel war alles vorhanden und für EUR 71 inkl. Frühstück (pro Zimmer) kann man ja nichts sagen. Zimmer 205 und 505 hatten wir. Hier machte Peter die Reiseleitung, da er Mannheim schon kannte. Wie ihr merkt, zogen wir unsere Reise auch ohne Konzert durch. Die Tix haben ja Gültigkeit für den 31. Mai 2006. Auch hier ein Christkindl-Marktbesuch, danach (es war wieder kalt) Saturn-CD-Einkauf, Kinobesuch In Her Shoes mit Cameron Diaz und dann Essen in Peters Lieblingsrestaurant: Frittierte Zwiebelringe, Champignons, Pouletflügeli, Gambias, Schnitzel, Steaks, Pommes usw. - wir waren ja so hungrig um 20 Uhr … nach zwanzig Minuten Fussmarsch waren wir zurück beim Hotel, tranken an der Bar noch was und gingen dann (müde) zu Bett. Gaby hatte inzwischen Marcel SMS' gesandt, mit der Bitte, dass er für die Shirts schauen solle. Trotz Zügelstress macht er es für uns. Alexandra und Daniel waren zurzeit in Heilbronn am X-Mas-Märit (ca. 30 min. von uns entfernt ...). Beim Frühstück trafen wir ein enttäuschtes Paar, das ebenfalls extra fürs Konzert gekommen war. Wir deponierten unsere Koffer und machten uns nochmals zur Shoppingtour Mannheim auf. Bereits beim ersten Laden (2nd Hand CDs etc.) blieben wir so lange, dass wir nicht mehr Zeit für mehr hatten. Aber so freuen wir uns schon auf den 31. Mai 2006. Peter begleitete uns noch auf den 13:23 Zug, denn er blieb noch in Mannheim, da Roger ihn abholen kommen wollte. Die Bahnreise verlief relativ schnell, schwebten wir noch immer im Treffen mit Chor, Konzert usw. - ein paar Hefte verkürzten die Zeit zusätzlich. Marie-J. und Gaby verliessen mich in Zürich und ich fuhr bis Wädenswil weiter, wo Manuela mich abholen kam. Ich hatte viel zu erzählen.

Vorschau Zürich 14. Dezember
Wie ihr schon wisst, findet der gemeinsame Lunch ab 12 Uhr Nahe des Hallenstadions statt (9 Personen haben sich angemeldet, für 10 habe ich reserviert). Gaby will ca. um 18 Uhr die Security fragen, ob Adam schnell kommen könne, Schoggi und T-Shirts abholen. Wir tragen ja wieder unsere swiss fanclub T-Shirts - so wird der Chor uns schon wieder erkennen. Wir hoffen auch, dass wir vielleicht eine Zehntelsekunde früher eintreten dürfen, wer weiss.
Nun eine kleine Bitte: Wenn der Chor auf die Bühne kommt (bei Philadelphia freedom) bitte ich euch alle um grossen Applaus und Geschrei (dass sie uns vielleicht wirklich wahr nehmen ...).
Ich freue mich schon riesig!
 
Setlist Stuttgart:
Funeral for a friend / love lies bleeding
Bennie and the jets
Daniel
Turn the lights out when you leave
Take me to the pilot
Rocket man
I Guess that's why they call it the blues
Blessed
The one
Mona lisas and mad hatters
Sacrifice
Sorry seems to be the hardest word
Tiny dancer
Philadelphia freedom
Sad Songs (say so much)
They call her the cat
Don't let the sun go down on me
I'm still standing
The bitch is back
Saturday night's alright for fighting
Crocodile rock
Your song


Zürich, 14.12.2005
Konzert-Bericht von Bruno Kohli / Fotos von Marcel, Daniel und Emanuel

Vor dem Konzert
Die wunderbaren Eindrücke vom Stuttgarter-Konzert waren noch gar nicht alle verdaut, als auch Mittwoch war - ein trüber, kalter Tag ...ich hatte mir den Tag frei genommen und war schon nach 11 Uhr im Raume Oerlikon. nachdem das Auto in der Parkgarage deponiert war, machte ich meine erste runde ums neue hallenstadion (ich sah nur, wie Lastwagen ausgeladen wurden und englische Trucks umher standen). vor 12 Uhr machte ich's mir in der für 10 Personen reservierten Osteria Papagallo bequem (vor allem war es dort drinnen warm). nach 12 Uhr trudelten Marcel, Daniel Würsch, Gaby und Marie-Josée ein, dann Rolf und Markus und bald auch 2 italienische Fans Max und Eleonora. Sie zeigte uns eine Handy-Foto-Aufnahme mit ihr, einer Kollegin und Elton & David mit drauf - wow! Zudem hatte sie eine Elton John-Signatur eintätowiert - dort wo er ihr sie gemacht hatte (im Kreuz). Ich anerbot mich auch, ihr irgendwo zu unterschreiben, aber sie lehnte ab. Das Essen, der Wein schmeckten formidabel und wir sassen gemütlich bis gegen 15 Uhr im Resti. Markus schwärmte von seinen Captain-Zeiten und dem dazugehörigen Live-Konzert.
 
Warten auf die Übergabe der T-Shirts
Mit Markus ging ich noch schnell in die Garage: Übergabe der bei mir bestellten Elton-Raritäten (inkl. eine MFSL-Version GYBR). Natürlich waren wir die ersten beim Hallenstadion. Wir zählten die Stunden und Minuten, bis wir die Türöffnung erwarteten. Bald kamen weitere Fans dazu, Peter, Daniel Maurer und ein bisschen später auch André und Andrea sowie Thierry mit Daniel. Ein Basler-Schnurri mit Teddybär (für Elton) konnte seinen Redeschwall kaum zäumen und fragte u. a. wo das Klavier sei - ich meinte rechts, doch Gaby wollte ehrlich bleiben (mit dem Ergebnis , dass dieser Typ letztendlich einen der besten Plätze ergattern konnte .. !) Zehen bewegen, ein paar Meter im Kreise usw. - bald waren Luca Zerbini und 2 weitere Italien-Fans eingetroffen (sie übernachteten im nahegelegenen ibis-Hotel). Auch Fans aus England (eine über 50 Jahre alte Frau mit weissem Haar und pink Federboa waren auch da). Gaby hatte ständig die Tasche mit den T-Shirts für die Voice of Atlanta-Truppe mit dabei (plus 8 Tafeln Schoggi). Sie war schon ganz nervös, hofften wir doch, dass wir sie wiedersehen würden. Als ein Offizieller durch die Türe kam ging sie los und fragte, wie sie's handhaben solle mit der Übergabe. Er nahm sie gleich mit, durchs Hintertor - wenig später kam sie mit einem anderen Offiziellen mit, der die Handy-Nr. von Marcel aufschrieb, damit Adam (vom Chor) anrufen könne, bei Ankunft. Super gelaufen, bisher. Draussen wurde es immer dunkler, nach 17 Uhr kam langsam etwas Betrieb auf ums Hallenstadion herum. Daniel und ich hatten gute Startplätze um reinzukommen. Die Zeit verging trotz allem recht schnell und es war schön auch mit weiteren Fans (u. a. aus Bern, Lausanne) etwas zu plaudern.
 
In der Halle
18 Uhr - Türöffnung - Daniel und ich machten uns gleich auf von der ersten Kontrolle (Security) wurden wir gar nicht aufgehalten - und so rannten wir nach links in den Eingangsbereich, die Treppe runter vor die Stadioneingangstüre , als wir von hinten hörten, dass wir nochmals eine Treppe zurück gehen müssten . Anständig wie wir waren, folgten wir dem Befehl. Ein paar (italienische) Fans blieben aber unten vor der Türe. Daniel Maurer wollte sich gaaaaaanz langsam die Treppe runter vorbeischleichen, wurde aber zurückgerufen. Währenddessen sah ich, wie Gaby mit Adam und Charles zusammen die Shirts übergeben konnte (im Foyer standen sie) - ich rief nur und sie winkten mir freundlich zu - gerne wäre ich zu ihnen hin, aber ich musste meinen relativ guten Startplatz beibehalten. Plötzlich ging die Stadiontüre auf und die Vordersten rannten los. Ich überlegte ganz kurz, ob ich nun auch solle oder nicht. , ich sollte - trotz rufen der Security-Leute. Im Galopp ging's nach vorne. Mein Platz war nicht schlecht, ein bisschen zu sehr rechts vom Klavier zwar. Ich denke, Daniel hatte es optimal geschafft, Peter war weiter links, Thierry rechts gelandet. Am Geländer hielt ich mich breit und stehend fest. Wow - ich sah die Frauen vom Chor ebenfalls im Publikum stehen und mit der weisshaarigen Frau reden, dann winkten sie mir ebenfalls zu und kamen einen kleinen Moment später zu mir, begrüssten mich (wieder gab's ein Küssli), fragten nach Gaby. Diese stand mitten im Hallenstadion mit den anderen Chor-Mitgliedern. Marcel zückte seine Kamera und machte ein Foto, welches auf dieser Seite zu bestaunen ist. Es hat also wirklich geklappt! Genial. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Marcel, der sich die Zeit nahm (übers Zügelweekend) die T-Shirts zu organisieren. Nun hiess es immer noch 1 ¾ Std. warten - weiter hinten sahen wir Martin und Silvia kommen, Renato war auch im Publikum und Giancarlo mit Cinzia im vorderen Bereich. Im vorderen Kreis verteilten wir zögerlich selbst gemachte Flyer mit E-Mail-Adresse und ein paar Infos zum Club. Matthias und Silä hatten grosses Interesse daran. Hoffe immer noch, dass sie sich wirklich melden würden - ein bisschen Zuwachs könnte nicht schaden.
 
Das Konzert
Kurz nach 20 Uhr startete EJ wiederum mit Funeral for a Friend. Der grosse Typ neben mir stand die ganze Zeit wie angewurzelt stehen, auch die Familie links von mir tat nicht sonderlich begeistert. Es ist einfach schade, wenn solche ‚Fans' den wirklichen ‚Fans' die Plätze wegnehmen. Als Elton das Publikum begrüsst, heben wir die selbstgemachten A4-Blätter hoch "The swiss Elton John Fanclub members wish you & David all the best at 21.12.2005 "- er liest es und zeigt auf mich. Gaby hat eine laminierte Glückwunschkarte mit Elton & David auf der Vorderseite und uns mit dem ‚lunch around the world'-Bericht, inkl. Ascona-Foto auf der Rückseite dabei, welche den Weg auf die Bühne (und zu EJ?) findet. Blessed ist einmal mehr mein Highlight, widmete ich das doch bereits meinem Sohn Adrian (inzw. bald 10 Jahre alt), bevor er auf der Welt war. wiederum kamen nur 2 Peachtree Road-Songs während der ganzen 2 ¼ Std. Konzert (inkl. Zugaben). Leider fehlte in Zürich Mona Lisas & Mad Hatters. Der (unser) Chor kam wie in Stuttgart bei Philadelphia Freedom auf die Bühne. Sie sahen uns sofort, gaben uns Zeichen und sendeten uns Küssli, was wir alles erwiderten. Es war wahnsinnig aufregend für uns - denn in diesem Zeitpunkt waren SIE unsere Stars (und Elton die Begleitung....) und mit den Nikolauszipfelmützen sahen die ja aus, funny; vor den Zugaben verliessen sie die Bühne schauten aber noch zu uns zurück und winkten uns persönlich (wirklich wahr)! Einmal mehr ein spezielles Gefühl . Wunderbar - wir werden den Voice of Atlanta-Chor vermissen, hoffen aber, sie am nächsten Konzert am 31. Mai 2006 in Mannheim wiederzutreffen. Gaby bleibt mailmässig aktiv (aber auch Uschi von den Liechtensteiner Fans hat Kontakt zu ihnen).
 
Nach dem Konzert - weitere Konzerte
Durstig trafen wir uns noch vor der Bühne, begrüssten andere Fans und verteilten nochmals ein paar Flyer - hier ein paar kurze Gespräche. Als wir beim Getränkestand ankamen gab's gerade die letzten Getränke und Sandwiches im Innenraum. Also machten wir uns auf ins Foyer, wo wir uns alle wieder trafen. Die EJ-Artikel waren mit Preisen für ein schönes T-Shirt (CHF 50) etwas teurer als in Stuttgart (EUR 30). Ich hoffe, jeder von euch konnte ein so tolles Programmheft ergattern. Von den von mir angeschriebenen Radiostationen radio24 / DRS III hatte ich gar keine Reaktion bekommen dieses Mal. Um 23 Uhr machte ich mich auf den Weg - im Auto hörte ich Captain live 1975. Gegen 24 uhr kam ich nach Hause.
 
Am anderen Tag war wieder reger Mail-Verkehr. Die Liechtensteiner Fans sandten uns die ersten Fotos von Stuttgart im Mail zu. Herzlichen Dank, es ist schön zu wissen, dass es keine leeren Versprechungen waren! Sie werden von nun auch mit all den aktuellsten News (von Marcel ... und uns beliefert).  
 
Danke allen für die Unterstützung und Mithilfe.
 
Nicht vergessen - wer nach Mannheim mitkommen will, soll sich schnellstmöglich ein Ticket bei www.eventim.de besorgen und es mir mitteilen, damit ich möglichst schnell die Hotelreservation machen kann. Idealerweise regle ich das noch VOR XMAS - o.k.? Zur Zeit sind wir 5 Reisende!
 
JUMP UP, liebe grüsse und bis zu einem nächsten Anlass  
 
Setlist Zürich:
Funeral for a friend / Love lies bleeding
Bennie and the jets
Daniel
Turn the lights out when you leave
Take me to the pilot
Rocket man
I guess that's why they call it the blues
Blessed
The one
Sacrifice
Sorry seems to be the hardest word
Tiny dancer
Philadelphia freedom
Sad songs (say so much)
They call her the cat
White christmas / Don't let the sun go down on me
I'm still standing
The bitch is back
Saturday night's alright for fighting
Crocodile rock
Your song