ELTON JOHN & HIS SWISS FAN CLUB - and he shall be levon
A Single Man in Hamburg 7.12.2010
 
 
Liebe Elton John-Fans
 
 
Vor langer Zeit einmal kam die Nachricht, dass Hamburg die einzige deutsche Konzertdestination 2010 werden würde…damals war noch nicht bekannt, dass EJ auch nach Genf kommen wollte (mehr dazu ganz am Schluss des Berichts).
Ja, und so ergab es sich, dass ich mich ‚spontan’ entschloss, Hamburg zu buchen, im baldigen Wissen, dass einige deutsche Freunde auch mit von der Partie sein würden.
Da Hamburg für mich weit weg war, buchte ich im Sommer 2010 bereits den Flug für den 5.12. (wenn schon soo weit, dann auch gleich länger).
Karin meldete sich kurz nach der Flug-Buchung betr. dem Musical LION KING am Sonntag – sie hätte 5 Tix in der ersten Reihe, nebeneinander. Noch Fragen ? Super !!!! Dabei sein ist alles – ich habe es ja noch nicht/nie gesehen.
 
 
An dieser Stelle ganz offiziellen Dank an Karin, welche grossen Support betr. Hotel, Bahnverbindung, Baustelle U-Bahn, Lage etc. geleistet hat. Grossartig und wertvoll. Ein spezielles Schweizer ‚Merci’.
 
 
Sonntag 5.12.2010 Anreise
Da Manuela infolge ihrer Arbeit nicht mitkommen konnte, startete ich alleine den Trip mit dem 14.45 Uhr-Flug (welcher allerdings Verspätung hatte). Ankunft  Hamburg dennoch bereits 16.10 Uhr .So dachte ich, es reiche, das Gepäck im Hotel (Haltestelle Altona) abzustellen und dann Richtung Lion King zu pilgern (Beginn 19 Uhr).
Die richtige S-Bahn erwischte ich um 16.33 Uhr, las dann aber (zu spät) das Warnmail von Karin betr. Baustelle. Als diese dann kam, stieg ich aus (statt um) und wollte ein Taxi ordern. Ich lief auf Geheiss eines Bahnangestellten einmal um den ganzen Bahnhof herum, bei leichtem Regen und viel nassem Schnee (und alles mit dem Kofferwägeli). Wo war ich eigentlich ??? Mühsam. Nix Taxi und schon 17 Uhr  vorbei! Entschluss: Retour zum Flughafen und von dort ein Taxi nehmen (so war ich also 1 Std. nach Abfahrt vom Flughafen wieder dort) ! Taxis hatte es da glücklicherweise viele, doch sollte ich nicht den grossen Treffer landen….Da die Zeit für den Hotel-Umweg zu knapp wurde, wollte ich direkt zum Musical fahren. Erst hielt das Taxi an der Elbe, doch die Musicalhalle war auf der anderen Seite des Flusses. So bat ich ihn direkt dorthin zu fahren. Das war falsch, denn der Typ hatte keine Ahnung wie er dorthin gelangen konnte – und so fuhr er in die entlegensten Viertel des Hafens (dunkel, keine Leute, Einbahn usw., verpasste bei Grün weiterzufahren, wechselte die Spuren nach Gefühl etc,, bis ich ihm sagte, er solle mich wieder zurück zur Fähre bringen). Den Taxometer hatte er inzw. abgestellt, weil er selber merkte, dass er es nicht mehr im Griff hatte.
Nun denn – dort wieder angekommen, sah ich viele Leute, welche irgendwie Richtung Lion King wollten – ich schloss mich ihnen an und kam direkt auf ein Shuttle-Schiff im Lion King Look – das war’s ! Endlich. Um 18.45 Uhr war ich dann drüben, gab im Hotel telefonisch Bescheid, dass ich ‚etwas’ später einchecken würde, gab den Koffer ab und begab mich in die erste Reihe (Super Platz). Bald danach kamen Tammy + Emanuel, Karin und ihr Bruder Günther, sowie Marc (sehr erkältet). Ich fühlte mich jetzt einiges wohler, als vorhin in der unbekannten Gegend.
Die LK-Vorstellung war fantastisch und dauerte bis nach 22 Uhr. Die Darsteller bewegten sich, als wären sie Tiere – gigantisch !
Marc musste zurück nach Bremen – und wir Richtung Hotel (nur einer hatte noch das Gepäck dabei….). Der Anschluss verlief dann problemlos, es wurden noch Getränke gekauft, die Morgen-Essenszeit abgemacht und dann gingen alle in ihr Zimmer. Meinerseits verdrückte ich noch 2 Brötli, hatte ich doch seit dem Snack im Flugi nichts mehr hinter die Kiemen gekriegt (= Schwächeanfall-gefährdet….!!!) . An dieser Stelle DANKE an meine Freunde für die S-/U-Bahngruppenkarte für die 3 Tage, die mich ebenfalls beinhaltete…. 
Die Lehre des heutigen Tages: Beim Besuch einer unbekannten Stadt lieber etwas früher anreisen (bei Tag), so könnte man sich selber besser zurecht finden – und hätte auch genügend Zeit für Hotel finden und Musical-Lokalität suchen etc. – und vertraue nie dem Taxifahrer, der weiss unter Um-ständen auch nicht genau, wo er ist und wie ihm geschieht (trotz streikendem Tom Tom…suche GPS-Verbindung…., ja super).  
 
 
Montag 6.12.2010 – Samichlaus
Als ich kurz vor 08.30 Uhr im Frühstücksraum eintraf, waren meine deutschen Freunde bereits am futtern. Es war ein grosszügiges Zmorgebuffet, inkl. Rührei, Früchten, div. Käse, Lachs, Fleischsorten usw. – diese Stärkung tat gut.   
Kaum fertig, ging’s an die Bar (nein, nicht was ihr jetzt denkt) – dort hatte es gratis Internet-Zugriff. Und so wurden die neuesten Neuigkeiten gecheckt, bevor wir dann wieder losdüsten, mit der S-Bahn Richtung Station Landungsbrücken. Von dort aus ging’s im trüben Hafen, neblig, zu Fuss weiter, denn wir wollten die grösste Modelleisenbahnausstellung anschauen. Ich wäre an sich gerne Pareterre geblieben und hätte den ‚Hamburg Dungeon’ besucht. Aber natürlich war ich auch im 3. Stock mit von der Partie. Und ehrlich – so was habe ich noch nie gesehen. Was da alles (nach Ländern/Städten gegliedert) aufgebaut war - einfach genial. Minilastwagen fuhren selbständig umher, hielten am Rotlicht, blinkten, wenn sie abbiegen wollten usw. – also eine Minitraumwelt. Dazwischen wurde es ‚Nacht’ und alle Lämpli in Bahnhöfen und Häusern wurden angezündet usw. Tammy, Emanuel u. ich waren etwas schneller durch die Ausstellung gegangen und wandten uns (statt einfach auf Karin u. Günther zu warten) dem Restaurant zu, assen was Kleines u. gönnten uns auch ein Bier (äh zwei).
Letztendlich waren wir etwa gegen 4 Std. in diesem Museum gewesen. Witzig übrigens bei der Schweiz: Der Gotthard-Stau (wie im richtigen Leben….).
Wieder draussen wollten wir Richtung Innenstadt weiter – Günther machte sich gleich auf den Weg über einen Steg Richtung Alster (die anscheinend zu Fuss echt weit weg sein sollte). Vorbei an speziell bezeichneten Läden, Restaurants (zB ‚zum Brandanschlag’) erreichten wir einen Starbucks-Shop – Tammy & Karin schienen überglücklich zu sein. Alle (bis auch mich) tranken einen süssen Kaffee und nahmen was Kuchen-mässiges zu sich. Günther sogar einen Schokoladen-Truff-Kuchen, welcher sich als sehr mastig erwies ! Karin brachte mich mit einem ‚Floh-Gedich’ zum lachen (Insider).
Langsam ging’s dann zur nächsten S-Bahnstation, retour zum Hotel, wo wir uns dann schon bald Richtung Fischrestaurant aufmachten. Weil wir nicht zu Fünft in ein Taxi konnten, begleitete Karin mich bis zur Station Königsstrasse, von wo aus es dann nicht mehr zu Fuss sein sollte.
Aber dunkel war’s – Orientierung finden hiess das Motto. Den Stadtplan ausgefaltet rieten wir, in welche Richtung wir…., doch da anerbot sich ein netter Herr, uns zu helfen und er zeigte die Richtung, sodass wir in 5 Min. ebenfalls im Restaurant ankamen.
Es war witzig, was alles auf den Tisch kam (inkl. Hummer, Garnelen, Austern etc) – nicht alles war einfach aufzubrechen….(ich war mit meinem Rumpsteak im Fischrestaurant der Exote). Es hat geschmeckt !  Günther machte während des Essens einige kritische Bemerkungen über Elton, worauf Emanuel u. ich fanden ‚er muss weg’ – wirklich ‚er muss weg’…..!
Neblig und kalt war’s immer noch, sodass der Taxi retour ins Hotel die beste Lösung war (dieses Mal ein VW Touran, wo ich hinten auf dem Notsitz Platz nehmen konnte).  Und vom Samichlaus hatten wir den ganzen Tag nicht viel gesehen…
 
 
Dienstag 7.12.2010 - Konzert
Zur selben Zeit trafen wir uns wieder zum Frühstück. Eigentlich hatten wir besseres Wetter erwartet, denn heute wollten wir eine Bustour durch Hamburg machen. Der Nieselschnee und Nebel konnten uns nicht zurückhalten. Um 11 Uhr starteten wir wieder in Landungsbrücken. Mit Rabatt konnten wir die witzig kommentierte Rundfahrt antreten. Während der Fahrt hatten wir viel zu Lachen und zu sehen (Museenquartier, Alster gefroren, St. Pauli, Neubauten am Hafen etc.) – es war wirklich interessant und ist unbedingt empfehlenswert. Der ganze Spass dauerte rundreismässig 1 ½ Std. Zu Fuss ging’s dann wieder weiter, Richtung Rathaus (Innenstadt) – weil es kalt war, beschlossen wir uns in der Europa Passage aufzuwärmen (dort soll es Super Eiscreme geben !). Die Rolltreppen hinauf und herab – bis ein Mc Donalds gesichtet wurde (nur das nicht, dachte ich, alles, nur das nicht). Aber ich wusste auch, dass wir vor Konzertbeginn um 19.15 Uhr (Treff bei der Halle nach 17 Uhr) kaum mehr was Richtiges essen konnten. So machte ich hier auch mit und ass tapfer Hamburger mit Cheese mit…und Bier ! Die Pommes waren kalt, sodass ich sie stehen lassen musste. Karin hatte mit dem Los Glück und gewann einen Vegiburger.
Inzwischen hatten sich diverse Leute telefonisch bei Karin gemeldet. Lisa war bereits im Hotel u. machte sich auf den Weg zu uns zum Mc Donald (den findet man wenigstens immer). Wir freuten uns alle, als sie eintraf. Günther’s zweiten Caramel-Eisshake mochte sie zwar auch nicht und so blieben wir nicht mehr lange dort, sondern machten uns wieder auf, raus in die Stadt. Die weihnachtliche Stimmung war zu spüren – wir sahen das Niveahaus und die Einkaufsmeile mit den teuren Läden, während die 3 Frauen unbedingt für alle eine Nikolausmütze wollten, suchten, aber nix fanden (zum Glück…..obwohl, es wäre sicher witzig gewesen, wir alle mit…..am Konzert).    
Nach kurzem Aufenthalt im Hotel (Emanuel warf sich in seine spez. Elton-Schale inkl. gestickter Pianohosen) ging’s wieder mit der S-Bahn, Shuttlebus weiter bis zur O2-Arena. Es war schon gegen 18 Uhr, als wir unsere guten Plätze in Reihe 6/7 (Mitte) belegten. Per Zufall sassen wir (mehr oder weniger) alle beisammen.
Im Innenraum, vor der Halle gab’s noch was zu essen (schon wieder Hamburger….) und andere Fans zu treffen. Marc war auch wieder dabei, Jorge von dem Karin auch schon erzählt hatte und natürlich noch einige Andere.
Zurück im Innenraum begrüsste mich Holger Wagner (bei welchem ich 1989, anlässlich der EJ-Deutschlandtour übernachtete). Ein junger EJ-Fan fragte plötzlich in die Runde, ob ein Bruno Kohli hier sei. Ich bejahte und fragte, warum er das frage. Sein Vater hätte ihn gefragt. Sein Vater ? Er solle mich zu ihm bringen. Auf der Tribüne erkannte ich dann Ralf, den ich auch seit 1989 kenne (ihn aber wohl seit dem damaligen Clubtreffen nicht mehr gesehen habe; evtl. höchtstens, als ich meinen Freund Peter Kraus besuchte). Wow – das war wirklich cool !
 
 
Das Konzert begann dann recht pünktlich mit Elton und seinen Solo-Programm (bis Your Song). Die Leute standen auf, als Elton eintraf. Mit Günther hatte ich schon vorher diskutiert, welche Songs wohl kommen würden vom neuen Album. Beide hofften u.a. auf Gone to Shiloh. Wie immer verzichte ich darauf, die Songlist aufzuschreiben, die ist auf den bekannten Fansites jeweils nachlesbar. Aber es gab widerum ganz tolle Versionen von Rocket Man, Take me to the Pilot (mega Intro und fetzige Version), Benny & the Jets (inkl. Glenn Miller-in-the-Mood-Part) und Gont to Siloh kam wirklich auch, bereits als auch Ray Cooper seinen eindrucksvollen Auftritt zum Besten gab. Immerhin gab es doch 3 Songs vom neuen Album. Und Crazy Water gegen Schluss des 2 Std. 50 Min. dauernden Konzertes gab es auch in einer extended Version. Schon ein paar Songs vorher wurde die Bühne gestürmt (Karin, Tammy, Lisa standen ganz ganz vorne und ergatterten sich Originalunterschriften von EJ). Es war einmal mehr erstaunlich, welche Energie EJ ins Konzert legte und wie kraftvoll er spielte, wie gut gelaunt er war, und wie auch das Publikum (6’000) toll mitgemacht hatten und er sehr viel Applaus stehend gaben.
 
 
Zu schnell war’s auch schon wieder vorbei. Draussen wurden noch Fotos gemacht, die Errungenschaften (signierte Alben) gezeigt oder T-Shirts gekauft (Lisa). Mit einem der letzteren Shuttle-Busse machten wir uns auch wieder auf den Weg und so bestiegen wir nach 23 Uhr die S-Bahn. Im Hotel angekommen trafen wir uns (ohne Emanuel) noch im Zimmer (Suite ?) von Karin u. Günther, fachsimpelten, hörten/schauten Konzertaufnahmen von EJ (Lisa hatte ja ein Megateil dabei gehabt). Nach 24 Uhr musste ich mich verabschieden,weil mein Flieger bereit um 09.45 Uhr starten sollte. Abschied tut immer weh – aber wir werden uns ja in 2011 wiedersehen (spätestens im Juni).
Hamburg hat sich gelohnt – und es war schon mit euch – danke !
 
 
2 Konzerte verschoben  
Die Hiobsbotschaften zurück in der Schweiz liessen nicht lange auf sich warten. Zunächst wurde Strasbourg vom 18.12.2010 auf den 05.02.2011, dann auch Genf (sehr kurzfristig) vom 19.12.2010 auf den 3.02.2011 verschoben. Ich habe mich darüber sehr aufgeregt und auch www.eltonjohn.com eine Mail geschrieben. Schliesslich haben wir die Zugsreise, Hotel etc. alles schon gebucht. Ein Teil konnte zumindest storniert werden (danke an Marcel und Marco). Aber das kann es ja wohl nicht sein ?
 
 
Die französischen Tix kann man notfalls stornieren lassen (jetzt, Sa 11.12.10/13.30 Uhr) ist noch 1 Tix für Strasbourg für EUR 128 bei mir erhältlich.
Die Genfer-Tix bleiben gültig, diese kann man aber nicht zurückgeben!
2011 kann ich das Genfer-Konzert mitmachen, Strasbourg geht dann leider bei mir nicht.
 
 
Liebe Elton John-Fans – dennoch freue ich mich auf weitere Konzerte und das Zusammentreffen mit euch (im In- und Ausland).
Ein single Man in Hamburg war ich nicht, nein ich war als Fan mit Fans zusammen.
Bis bald !
 
 
Ein herzliches JUMP UP
Bruno
 
 
 
 
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