München 14. Juni 2011
Liebe Elton John-Fans
Schon kurz nach Genf und Strasbourg stand für uns (Wigi, Marcel und mich) ein weiteres Highlight bevor: München, nur gerade 4 ¼ Std. ab Zürich HB mit dem Zug entfernt. Wigi hatte auch für uns das Hotel Müller (1 Station vom HB München entfernt: Sendlinger Tor) reserviert, die Tix hatten wir bereits im letzten Oktober gekauft.
Marcel und ich trafen uns um 08.35 Uhr im HB Zürich, tranken noch einen Kaffee, assen einen (süssen) Gipfel, bevor wir dann den Wagon No.307 bestiegen und unsere reservierten Plätze einnahmen. Abfahrt 09.16 Uhr. Unterwegs gab es im Zug dann noch ein Sandwich mit Bier.
Mit etwas Verspätung erreichte der Zug dann um ca. 13.40 Uhr trafen wir in München ein. Peter und sein Kollege Lucas erwarteten uns schon. Wigi hatte auch schon ein U-Bahn-Ticket für uns als Gruppe gelöst (Danke).
Zunächst wurde das Hotelzimmer bezogen (tolle Lage, schöne Zimmer und sehr Nahe beim Hercules-Chef Stephan Heimbecher), bevor wir dann zu Fuss in die Altstadt gingen (Marienplatz). Karin, Tammy & Emanuel & Co. hatten sich leider erst auf ca. 18.45 Uhr vor der Olympiahalle angemeldet (ursprüng-lich war ein grosses gemeinsames Schnitzelessen geplant gewesen). Aber der Spaziergang in der Münchener Passage war eine gute Idee gewesen, auch wenn ich zugeben muss, dass mein alleiniges Ziel Saturn hiess (schon beim Hercules-20-Jahre-Treff, war das eine wahnsinnige Gelegenheit gewesen, sog. ‚Schnäppli’ zu kaufen). Das Wetter war sonnig und angenehm, als wir dort ankamen. Das UG war das Ziel im Saturn. Als die Kollegen nach einer Weile meinten, sie gingen ins Restaurant oben, ich könne aber schon noch bleiben, wusste ich, dass ich wohl etwas länger als sie dort sein würde. Na ja, ein Bierchen gab’s dann für mich auch noch, bevor wir unter einem Paulanerzelt unsere erste warme Mahlzeit zu uns nahmen (1/4 Ente, Schweinsfilet, 2x Cordon Bleu….und natürlich Bier oder Cola). Während des Essens begann es heftig zu winden und als wir uns dann wieder zu Fuss retour zum Hotel aufmachten kamen die ersten Regentropfen. Es sollten glücklicherweise die einzigen bleiben an diesem Tag (und ich hatte ja meinen Regenschutz dabei).
Nach einer kurzen Erfrischung und Marcel’s Watford-Shirt-Montage, trafen wir uns alle an der Reception wieder, nahmen die U-Bahn No. 3 direkt zum Olympiastadion (ca. 11 Haltestellen). Zu Fuss gings dann am BMW-Haus vorbei, zum Merchandise-Stand (Treffpunkt mit unseren deutschen Freunden). Bis kurz nach 19 Uhr waren wir die einzigen vom Fanclub die dort warteten und so begaben wir uns in den Innenraum, um unsere Plätze zu beziehen, die da waren: 1. Reihe, No. 5 (rechts aussen), 4. Reihe (etwas zentraler, mitte) und 20. Reihe (Supersicht). Es dauerte nicht lange, da kam Günter (Bruder von Karin) auf mich zu und begrüsste mich herzlich – ein schönes Wieder-sehen nach Hamburg. Tammy & Emanuel und auch Karin kamen. Endlich sahen wir uns alle wieder. Da das Konzert bereits um 19.30 Uhr beginnen sollte, blieb aber nicht viel Zeit um zu plaudern, im Gegenteil, die Sicherheits-Crew wies uns an, die Plätze zu belegen und nicht die Gänge zu verstopfen.
In Reihe 1, rechts neben wir, sass ein Mann (gleiches Baujahr wie ich), mit seiner Famile (Tochter, kleiner Junge, ca. 8 J., Frau) – wir redeten zusammen und es stellte sich heraus, dass er Stephan Heimbecher und Peter Kraus auch kannte. Sein kleiner Junge sei so ein Riesen EJ-Fan, und er erhoffe sich heute ein Autogramm. Ich meinte nur, das könne schwierig werden.
Konzert
Mit leichter Verspätung eröffnete Elton mit Funeral for a Friend/Love lies bleeding den Abend, 2 kroatische Cello-Spieler nahmen auch Platz und rockten beim folgenden Saturday Night’s alright for fighting kräftig mit. Später kam dann noch ein famoser Chor dazu, mit 2 Members aus der Family Stone. Da es mir zu laut war, hatte ich natürlich von Anfang an meine Ohrstöpsel im Ohr und konnte so die Nuancen nicht alle aufnehmen, leider….
Ja, dann kamen 3 Trax vom Madman accross the Water-Album und - ehrlich gesagt - langweilte es mich in diesem Moment etwas, weil es wirklich dieselben Songs waren, welche ich schon X-Mal in dieser Reihenfolge (und Auswahl) gehört hatte. Vielleicht lag es ja auch an meinem teuren und doch nicht ganz optimalen Platz rechts aussen ????!
Gespielt haben die Herren natürlich 1a, da gibt’s gar nix zu meckern, und alsdann Hey Ahab, Gone to Shiloh und Monkey Suit hintereinander folgten, war meine Welt plötzlich wieder ganz in Ordnung. Alleine wegen dieser 3 neuen Songs hatte sich der Abend doch schon gelohnt. Und die eine Backgroundsängerin (ganz links) lebte den ganzen Shiloh-Song mit (marschierte, weinte fast und salutierte zum Schluss auch). Auch Wigi’s ‚Lieblingssong’ I guess that’s why… fehlte nicht. Das Standardprogramm ging weiter, die Leute waren aber grandios drauf und gaben fortlaufend Standing Ovations! Wie immer interessant war auch das Intro von Take me to the Pilot, inkl. deutscher Nationalhymne in Jazzform, auch wenn ich die Genfer Fassung in besserer Erinnerung habe. Und bei Crocodile Rock sangen wir auch wieder alle mit.
Aber was passierte sonst noch während des Konzertes? Als Elton allein Take me to the Pilot zu klimpern begann, verliessen die Musiker (wie üblich) kurz die Bühne. Plötzlich tauchte vorne, neben mir, bzw. beim kleinen Jungen Nigel Olsson auf und schenkte ihm seine Schlagzeugschläger (er drückte sie ihm in die Hand). Der Junge war wie gelähmt, seine Augen starrten ins Leere…und die seines Vaters leuchteten. Andrea machte den Start um nach Don’t let the Sun die Bühne zu stürmen und so fanden sich Karin, Tammy, Günter, Marcel, Wigi, Andrea und auch die Eltern mit dem kleinen Jungen ganz vorne am Bühnenrand wieder. Günter und Wigi leider direkt vor einer kleinen, dafür umso lauteren Box! Davey Johnstone kam an den Bühnenrand und gab dem Jungen (auf den Schultern der Mutter) sein Guitar Pick! Mann oh’ Mann hatte der Junge ein Glück! Und alsdann Elton vor dem Schreiben der Autogramme vor der Menge durchlief, schüttelte er dem Jungen auch noch die Hand!
Autogramme gab es dann auch noch (natürlich auch für diesen einen Jungen wieder), bei Andrea und mir kam eines auf Ticket, bei Wigi auf den Fanclubausweis und Marcel strippte für Elton, dh er zog sein Watford-Shirt (das vom 29.5.10) aus und gab es Elton nach vorne. Dieser strahlte und signierte Marcel’s Shirt in der Mitte links (unter dem Emblem). Wow – sowas hat die Welt noch nicht gesehen !
Da waren wir wieder alle glücklich nach dem Konzert. Wie es Karin, Tammy & Co. ergangen war, kann ich an dieser Stelle nicht beschreiben, da wir von den Ordern fast aus der Halle geschmissen wurden (allerdings machte eine von denen noch ein kleines CH-Gruppenfoto von uns), und so machten wir uns auf, an den Merchandise-Stand, wo wir uns wieder mit den deutschen Freunden treffen wollten. Andrea, Anette und Mireille standen bei uns, aber von den anderen war nix zu sehn! Wir tranken noch was, kauften das wunderschöne Programmheft, neues T-Shirt usw. (es hat ja immer wieder neue Artikel, u.a. auch eine Pink-Federboa).
Da sich die Halle sehr schnell leerte, standen u. warteten wir draussen noch eine Weile, gingen dann aber zur U-Bahn und fuhren retour, um dann in einem 24 Std-Restaurant noch was ‚Kleines’ zu essen und zu trinken. Ca. um 00.30 Uhr rief mich dann Günter noch auf dem Handy an, fragte wo wir gewesen seien (sie hatten an einem anderen Merchandise Stand gewartet…), und dass sie es schon 2 Mal telefonisch probiert hätten, es aber immer wieder abgebrochen habe. Ja, gemerkt hatte ich nix, als ich jedoch die Protokolle ansah, merkte ich mein Pech, denn bereits um 22.45 Uhr wäre der erste Anruf gewesen. Schade – es war kurz aber schön euch dennoch vor dem Konzert gesehen zu haben.
Gegen 01.30 Uhr gingen wir dann alle müde zu Bett (das Hotel war ja nur ‚um die Ecke’).
Wigi musste am nächsten Tag in aller Frühe aufstehen, weil er am Nachmittag in Rheinfelden arbeiten wollte, um noch Ferientage zu sparen. Marcel und ich hatten frei genommen – unser Zug fuhr erst um 12.34 Uhr ab München, sodass wir noch einen Spaziergang um den Bahnhof machen konnten (so waren wir grad in der Türkei angekommen….). Im Karstadt fischten wir dann noch günstige CDs und DVDs (u.a. Hangover 1).
An dieser Stelle noch herzlichen Dank an Wigi, der ein prima Reiseführer in München war, und wirklich für alles gesorgt hatte (es sei alles organisiert, meinte er jeweils). Und du weißt aber, dass Marcel und ich mit dir noch eine ‚kleine’ Pendenz haben….
Unser Zug (übrigens dieselbe Wagon-Nr. wie bei der Hinfahrt) von München kam pünktlich in Zürich an (16.44 Uhr) und so mussten sich auch wir beide verabschieden. Zu den Konzerten in der nächsten Woche (Hannover, Mannheim) sind sie nicht dabei – ich dafür nicht am 1.7. am Freiburger Open Air.
Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen !
JUMP UP!
Bruno