elton john & his swiss fan club

we are so thankful while you're in the world

Las Vegas, 21./22.10.2016
Bericht und Fotos von Bruno Kohli
 
Liebe EJ-Fans
 
Im Mai planten Judith und ich eine Reise nach Los Angeles. Da ich bekanntlich nicht gerne fliege, schlug ich vor, wenn schon, denn schon, ein Konzert von Elton in die Reise einzubauen. Glücklicherweise standen die Termine im Caesars Palace im Oktober bereits fest, sodass ich noch gute Karten ergattern konnte, wenn auch zu sehr hohen Preisen (1. Konzert ca. USD 275, 2.Konzert ca. USD 525 – pro Platz, dafür in Front of the Stage, 4. Reihe).
 
Die Tix hätten ein paar Tage vorher versandt werden sollen, was dann natürlich knapp geworden wäre (da Abreise bereits am 12.10.). Mit einem Mail fragte ich nach, ob es nicht vorher ginge – und ein paar Tage später war ich glücklich im Besitz aller 4 Karten.
 
 12.10.16, Mittwoch – Flug nach Los Angeles
 
Nach langem Anstehen und zusätzlichen Check-ins am Flughafen Kloten,verlief der rund 12 stündige Flug recht ruhig – fast vier Filme zog ich mir rein. In L.A. angekommen mussten zunächst 4 Finger gescannt werden, dann, nach erneutem anstehen musste ich noch 2x alle meine 10 Finger scannen um nachher nochmals anzustehen, bis man zur Gepäckablage gelang. Nun denn, geschafft waren wir, in jeder Hinsicht!
 
In den kommenden Tagen blieben wir in L.A., besuchten natürlich auf dem Boulevard den Walk of Fame-Stern(Elton John) und im Hardrock Café nebenan dann sogar eine Wachsfigur von ihm (die Fotos könnt ihr unten sehen). Ein erstes Highlight. Dann war da noch ein riesiger Plattenladen...
 
 20.10.16, Donnerstag – Las Vegas
 
Nach einer endlosen Fahrt durch die Wüste (ab Rancho Mirage), ohne viel Gegenverkehr und immer mit der Hoffnung wieder volltanken zu können, erreichten wir, dank guter GPS-Führung von Judith, Vegas doch noch.
 
Da war ja wirklich viel los. Und auch das Hotel Cosmopolitan (nahe Ceasars) war einfach nur riesig. Alleine die Grösse der Autogarage überraschte. Durch’sCasino durch an die Reception – 39. Stock, unsere 1-Zimmer-Wohnung mit Balkon war sehr schön und gross.
 
Beim abendlichen schlendern, sah ich erstmals die Werbung für Elton –natürlich musste ich das gleich knipsen.
 
Am Tag danach (21.10.16, Freitag) schlenderten wir wieder durch Vegas, spielten im Casino, besuchten das Colosseum und standen plötzlich vor dem Souvenierladen von Elton/Celine/Rod etc. – da mussten wir natürlich rein und kamen mit T-Shirt, Feuerzeug und Programm wieder raus. Der Eingang zum Konzert war gleich daneben. Hurra! Geschafft. Um 18.30 Uhr war Türöffnung. Gegen 16 Uhr wurde ich langsam nervös, wollten wir doch vorher noch was Essen gehen. Wir beide zogen das Swiss-EJ-Fanshirt über…etwas Werbung muss einfach sein! Ab Richtung Ceasars….
 
 Natürlich waren wir dann bei den Ersten, die eintraten (nach minutiöser Sicherheitskontrolle). Wow – was für eine Bühne und tolle Plätze. Dann kam eine Fotografin, gab uns farbige Stolas und Brillen, machte ein paar Fotos, und sagte, sie sei dann nach dem Konzert draussen. Nun ja….so langsam füllte sich,das 4‘200 Plätze fassende Colosseum. Hinter uns sassen Amis, wovon einer sogar ein paar Takte Deutsch sprechen konnte und die Schweiz toll fand.
 
Die knappe Stunde warten verging schnell – und eine Intromusik (wie mal bei Elvis, glaube ich) zeigte nebst Verdunkelung an, dass es losgehen würde. Im Hintergrund sah es so aus, wie wenn ein Zug reinfahren würde (es war das Schlagzeug von Nigel und die Percussions-Instrumente von John Mahon).
 
Elton kam im Glitzerumhang auf die Bühne – tosender Applaus, Standing Ovation. Und los ging‘s mit The Bitch Is Back, das Piano leuchtete und Filmszenen waren zeitweise darauf zu sehen, ganz speziell. Klanglich absolut gut und nicht gar so laut wie in anderen Hallen. Die Songlist habe ich von Ralf aus Deutschland unten reinkopiert. Ein Highlight war erneut Levon mit einem wunderbar rockig-schnellen Finale. Zwischen den Songs erzählte EJ, ähnlich wie bei der Red Piano Show, aus dem Leben – für uns Fans natürlich nicht viel Neues, aber den Leuten gefiel das, v.a. als er über das Konzert anlässlich 9/11 erzählte, wie ergreifend das gewesen sei und das die New Yorker zusammen halten müssten, da gab es doch viel Applaus. Natürlich folgte dann Mona Lisas (weil Crocodile Rock an diesem Anlass damals unpassend gewesen wäre). Better off dead und Indian Sunset waren zwei weitere Höhepunkte – natürlich mit Ray Cooper zusammen. Dieser stand hinten, erhöht, so dass man sich voll auf seine Künste konzentrieren konnte. Genial bombastisch.
 
Vor Empty Garden erwähnte er, was für ein guter Freund John Lennon gewesen sei  - und es wurde ein Intro vom letzten Gastauftritt von Lennon (beim Elton Konzert 1974, Madison Square Garden)eingespielt, danach viele Bilder/Kurzfilme um JL. 
 
Bei Goodbye Yellow Brick Road kam wieder die auch schon gesehene filmische Rückschau inkl. am Ende die Fotos seiner beiden Söhne. Interessant,wie er stimmlich bei I Guess That's Why... variierte, das Lied gewinnt aus meiner Sicht damit und könnte sogar Wigi auch wieder mehr gefallen (Insider!).
 
Bei Crocodile Rock sang das Publikum wacker mit und bei Saturday Night's gab es dann für die vorderen Plätze die Möglichkeit zum Bühnensturm. Und es gingen viele, sod ass Elton zeitweise aus dem Blickwinkel verschwand – aber glücklicherweise gab es ja auch noch die Leinwand.
 
Mit Circle of Life kam noch ein würdiger Abschlusssong, untermalt mit dem Trickfilm dazu.
 
Dann standen alle Musiker auf der Bühne, verbeugten sich zunächst und umarmten sich dann. Ein paar Hände wurden noch geklatscht und dann waren die 2Std. auch schon um. Leider. Aber schön war es einmal mehr.   
 
 
Setlist:
The Bitch Is Back
Bennie And The Jets
Rocket Man
Levon
Tiny Dancer
Your Song
Mona Lisas And Mad Hatters
Better Off Dead
Indian Sunset
Empty Garden
Goodbye Yellow Brick Road
I Guess That's Why They Call It The Blues
Don't Let The Sun Go Down On Me
Philadelphia Freedom
I'm Still Standing
Crocodile Rock
Saturday Night's Alright For Fighting
Circle Of Life
 
 
 
Dann folgte noch die Suche nach der „Fotofrau“, welche uns ja abgelichtet hatte, mit Stola und so. Und im ganzen Gedränge fanden wir diese auch. 2 Alben mit unterschiedlichen Fotos (5, eines davon EJ mit den Händen oben, die anderen von uns) für total USD 90 !!!! Ich glaubte, mich tritt ein Pferd – aber es wird ja tendenziell eine einmalige Erinnerung bleiben, und so fanden diese beiden Alben den Weg in die Schweiz (und der Kreditabzahlungsvertrag dauert ja nur noch 4 Jahre ...).
 
 
 
22.10.16, Samstag – Las Vegas, zweites Konzert
 
Auch der dritte Tag in Vegas verlief bei warmen Sonnenscheinwetter ähnlich – shoppen, Casino, umziehen, italienisch Essen mit einem feinen Tropfen (Modus, Toscana) und dann - nicht mehr ganz so früh - ins Colosseum. Heute mit den besseren Plätzen.
 
Auch dieses Konzert war logischerweise sehr ähnlich demjenigen von gestern, ausser, dass Elton etwas weniger erzählt hat. Das Publikum war wiederum sehr durchmischt, sogar Kinder waren auszumachen (und das bei diesen Preisen). 
 
Elton begrüsste wiederum die unterschiedlichen Balkone und erläuterte auch, dass er mit seiner dunklen Brille nicht viel sehen könne, weil es so starkes Licht habe, das in blende. Ich vermute mal, der Mann spielt nicht nach Noten die er lesen muss ... ;-)
 
Und übrigens: Heute verzichteten wir freiwillig auf die Fotografiererei!
 
Verglichen mit der Red Piano-Show hatte es hier weniger Videomaterial auf das die Lieder abgestimmt werden mussten. Dennoch, es gab nicht viel Raum für zusätzliche Spielereien. Aber dennoch und wieder: Es waren 2 wunderbare Stunden geworden und es ist ein spezielles Erlebnis, das in Las Vegas.
 
Die Reise führte dann am 23.10. weiter zum Grand Canyon (war sehr beeindruckend), 25.10. Lake Havasu (ganz schön) und retour (5 Std. Autofahrt) zum Rückflugsort L.A. (26.10.).
 
Nun freue ich mich, zusammen mit Wigi und Zürcher am 25.11.16 nach München zu düsen und dann mit vielen von euch am 8.12.16 in Zürich ein bestimmt unvergessliches Konzert zu geniessen.
 
Das wäre dann mein 5. dieses Jahr (und für Köln 27.6.17 haben wir auch schon Tix).
 
JUMP UP !
 
Bruno
 
 PS - Elton wird ja nächstes Jahr 70 Jahre alt - deshalb Konzerte besuchen, solange er noch mag.